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29.02.08

Sushi - すし

Jeder kennt und liebt Sushi. Das war nicht immer so, aber durch japanische Einwanderer in den USA, die zum Teil mit viel Fantasie ganz neue Eigenkreationen, wie die California-Roll erfanden, gewannen die kleinen Häppchen auch im Westen zunehmend an Bekanntheit und vor allem Beliebtheit. Die Auswahlmöglichkeiten an vegetarischen Varianten sind zwar etwas begrenzt, aber Sushi bedeutet nicht zwangsläufig immer Fisch. Deshalb lassen sich besonders mit den Maki, eine Sushiart, bei der eine Füllung und Reis fest von Nori umwickelt werden, mit etwas Kreativität viele vegane Köstlichkeiten zaubern. Für den Inalt der Maki kann man beispielsweise Gurke, Avocado, Spinat, Möhren, Daikon, Kürbis, Umeboshi, Natto, Tofu oder einfach nur Wasabi verwenden. Auch Inarizushi, bestehend aus kleinen gesüßten Taschen aus frittiertem Tofu (Aburaage), in die Sushireis gefüllt wird, sind eine gute Alternative. Man kann den Sushireis auch einfach in eine Schale geben und mit den Zutaten bestreuen oder vermischen, wenn man keine Lust auf das Rollen oder Reste übrig hat. Diese Form nennt sich dann Chirashizushi und wird bevorzugt zu Hause oder aus dem Bento gegessen.
Während in Deutschland Sushi immer noch etwas Besonderes darstellt und recht teuer ist und es sich daher besonders für größere Mengen lohnt diese selbst zu machen, sind in Japan Maki-Sushi und Inarzushi schon ab 100 Yen zu bekommen. Natürlich gibt es nach wie vor auch die teuren, sehr spezialisierten Sushi-Restaurants, aber fast überall wird es auch relativ preisgünstig verkauft. Ob an Take-Out-Ständen zum mitnehmen, in kleineren Läden zum sofort Essen oder in Supermärkten und Conbinis praktisch in der Bentobox, im Heimatland des Sushi müsst Ihr garantiert nicht lange danach suchen.
In letzter Zeit sind nicht nur in Japan immer öfter auch sogenannte Kaitenzushi-Restaurants vorzufinden. Sie werden manchmal auch Mawarizushi genannt, was nichts anderes bedeutet als „sich drehendes Sushi“. Man sitzt dabei an einem runden Tresen, an dem sich ein Laufband oder eine fließende Wasserrinne befindet, auf der die Teller mit den unterschiedlichen Sushisorten an den Gästen vorbei-routieren. Durch dieses praktische System kann man sich also einfach das nehmen, was man gerade essen will, ohne dabei aufzustehen oder eine Bestellung aufgeben zu müssen. Wenn das gewünschte Sushi nicht auf dem Laufband verfügbar ist, ist es natürlich auch möglich beim Personal zu ordern, das sich innerhalb des Thresenrings und in der Küche befindet um ständig für frischen Nachschub zu sorgen. Abgerechnet wird vor Verlassen des Restaurants vorne an der Kasse anhand der Anzahl der gestapelten Teller, die je nach Preis eine andere Farbe haben oder anderweitig entsprechend markiert sind.
Leider tendieren gerade die Kaitenzushi-Restaurants dazu fast ausschließlich Sushi mit Fisch anzubieten und die vegane Auswahl beschränkt sich meist auf Kappa-Maki (mit Gurke), Oshinko-Maki (mit eingelegtem Daikon), und Inarizushi. Manchmal gibt es auch Kanpyou-Maki (mit getrocknetem Kürbis) und Vegetarier können noch mit einem Tamago-Nigiri (mit Omelette) Vorlieb nehmen. Mein geliebtes Horensou- (mit Spinat) und Avocado-Maki z.b., das in Deutschland in jedem Sushi-Restaurant zu bekommen ist, habe ich in Japan leider vergeblich gesucht. Dies war übrigens die wenigen Male, die ich nicht in einem Kaitenzushi-Restaurant essen war nicht viel anders.
Wenn Ihr damit kein Problem habt, bestellt Euch die oben genannten Sorten einfach beim Personal, denn sie sind meistens nicht auf dem Laufband verfügbar. Ansonsten fragt einfach was für vegetarisches Sushi angeboten wird bzw. machbar ist. Vielleicht habt Ihr Glück und erwischt ein Restaurant mit kreativeren Mitarbeitern, die in der Lage sind auch einmal etwas über Ihren Standard-Sushi-Tellerrand hinauszuschauen.

28.02.08

Rouran

Restaurants mit chinesisch-taiwanesischer Küche, die sich auf vegetarisches Essen spezialisiert haben, bieten oft eine fantastische Auswahl an Fake-Meat-Gerichten auf der Basis von Soja oder Gluten an. So auch das Rouran in Ikebukuro. Hier gibt es eine breitgefächerte Auswahl an Speisen wie Tonkatsu und Rindergeschnetzeltem, ja sogar Fischgerichte sind auf der Karte zu finden, und das alles ohne die Beigabe von totem Tier! Eine Zeitlang dachte ich, dass es sich bei dem Rouran um ein rein vegetarisches Restaurant handeln würde, bis ich die Karte eines Tages umdrehte und bemerkte, dass auf der anderen Seite das nicht vegetarische Menü abgedruckt ist. Es gibt tatsächlich von jedem Gericht eine vegetarische Variante und durch die Übersichtlichkeit und die Tatsache, dass angenehmerweise alles auch ins Englische übersetzt ist, kommt man nicht in die Verlegenheit versehentlich etwas Falsches zu bestellen.
Umso erstaunlicher ist es wie gut das Personal im Rouran die vegetarische Kochkunst beherrscht. Das Tonkatsu-Set ist sehr lecker und besonders überzeugen können auch die Ramen, die eine wahre Seltenheit darstellen, denn mir ist bis jetzt kein anderes Restaurant in Tokyo bekannt, in dem man sich an veganen Ramen erfreuen könnte. Dies ist auch der Grund warum ich mich bei meiner Bestellung hier nie zwischen dem Tonkatsu-Set und den Ramen entscheiden kann. Wenn Ihr die Chance habt, probiert am besten beides! Alle Gerichte der vegetarischen Karte sind im Normalfall vegan, vergesst aber trotzdem nicht der Bedienung zu sagen, dass Ihr Euer Essen ohne Ei zubereitet haben wollt, damit es nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt.

Das Rouran ist eventuell nicht ganz einfach zu finden, zumal das Restaurant keine Homepage unterhält, auf der sich eine Karte finden lassen würde. Es ist also zu empfehlen beim ersten Besuch einen Ortskundigen mitzunehmen oder die genaue Lage vorher auf einem Stadtplan nachzuschauen.
Ganz wichtig ist, dass Ihr von der JR-Ikebukuro Station nicht den Osttausgang nehmt, der zur Sunshine-douri etc. führt, sondern den Westausgang! Von dort aus müsste das Restaurant in c.a. 5-10 Minuten Fußweg zu erreichen sein.
Ein Besuch in Ikebukuro lohnt sich im Übrigen immer. Ausgehend von der Ostseite des Bahnhofs gibt es allerlei zu entdecken, z.b. mehrere Kinos, ein Sega-Gamcenter, einen großen Sanrio-Shop mit zwei Stockwerken, ein Shopping Center namens Sunshine City mit vielen Geschäften, jede Menge Anime- und Mangaläden und natürlich das leuchtend blaue 60 Sunshine, ein gigantischer, 60 Stockwerke hoher Wolkenkratzer, von dem man eine atemberaubende Aussicht auf ganz Tokyo hat.

Öffnungszeiten: täglich 11.00 – 22.00 Uhr.


Rouran
Ikebukuro Biru 1F
Nishi-Ikebukuro 2-39-8
Toshima-ku

Tel: 03-3984-4981

27.02.08

Natural House

Ihr habt Euch sicher schon gefragt, ob es in Japan so etwas wie Reformhäuser oder Bioläden gibt, in denen Ihr Euren alltäglichen Bedarf an vegan/ vegetarischen Lebensmitteln für zu Hause decken könnt. Die gute Nachricht ist, es gibt eine Reihe an sogenannten „Health Food Stores“ (natürlich in ihrer Anzahl verschwindend gering im Vergleich zu Deutschland oder anderen Ländern), und sogar eine Kette namens Natural House mit insgesamt 15 Läden in Tokyo.
Die schlechte Nachricht ist, dass Ihr nicht davon ausgehen könnt auch nur ein annähernd so großes oder ähnliches speziell an eine vegan/ vegetarische Kundschaft ausgerichtetes Nahrungsmittelsortiment vorzufinden. Im Gegenteil werdet Ihr bei Eurem ersten Besuch wahrscheinlich mittelmäßig bis schwer enttäuscht sein. Das Personal in japanischen Health Food Stores kann normalerweise, wie überall in diesem Land, mitnichten etwas mit dem Begriff „vegan“ anfangen. So seid Ihr beim Inhaltlistenwälzen einmal wieder auf Eure (hoffentlich vorhandenen) Kanjikenntnisse angewiesen.
Health Food Stores zielen in allererster Linie auf ein Publikum ab, das sich gesundheitsbewusst und von Bio-Produkten ernähren möchte. Deshalb ist die Suche nach Produkten wie z.b. veganem Brotaufstrich, Nutella, Sojasahne oder Käseersatz leider vergebene Liebesmüh. Ich habe nach monatelanger Suche in der größten Filiale von Natural House in Aoyama einen einzigen Käse gefunden, der mit „vegetarian cheese“ beschriftet war. Doch meine Freude währte nur kurz, da dieser laut Inhaltsliste hinten auf der Packung Milch beinhaltete. „Nur ein ganz klein wenig für das Aroma“, wie mir ein Mitarbeiter wie selbstverständlich mitteilte...
Kommen wir aber zu den Produkten, für die sich ein Besuch im Natural House lohnt oder sogar notwendig ist. Es gibt hier vegane Instant-Ramen, die Ihr in normalen Geschäften vergeblich suchen könnt. Auch Sojaeiscreme und veganes Brot sind hier zu bekommen. Ich habe außerdem gelesen, dass man ab und zu sogar veganes Gebäck oder eine veganes Bento ergattern kann, wenn man Glück hat. Und ganz wichtig, man kann sich im Natural House vegane Margarine bestellen, leider muss man dabei eine ganze Woche Lieferzeit in Kauf nehmen. Vegetarier werden sich über eine Sorte vegetarische Wurst, sowie verschiedene Burger-Alternativen freuen können. Ein Nachteil sind natürlich die überhöhten Preise, wie man sie zum Teil in Deutschland auch aus den Reformhäusern gewohnt ist. Trotzdem führt wohl für viele Vegetarier und die meisten Veganer, die sich länger als nur für einen Urlaub in Japan aufhalten, an einem gelegentlichem Besuch im nächsten Health Food Store kein Weg vorbei.

Öffnungszeiten: je nach Filiale unterschiedlich. Schaut auf der Homepage nach!

Homepage: http://www.naturalhouse.co.jp/

Natural House
Kitazawa 2-26-3
Sentagaya-ku

Tel: 03-3465-8556

24.02.08

Dotour - ドトール

Obwohl ich weder eine große Freundin von marktdominierenden Ketten, noch leidenschaftliche Kaffeetrinkerin bin, muss ich mich dennoch als riesigen Dotour-Fan outen!
Dotour ist mit 1400 Filialen die größte Coffeeshopkette Japans und, seit den 70er Jahren operierend, auch die älteste. Das Konzept ist bereits von Starbucks bekannt: Man wird nicht bedient, sondern bestellt sich vorne am Counter seinen Kaffee, bezahlt und sucht sich einen Platz; soweit nichts Neues.
Das Innendesign ist, wie bei den meisten Coffeshopketten, überall relativ ähnlich. Warme Brauntöne dominieren und laden zum Entspannen ein. Ich habe hier schon viele angenehme Stunden verbracht, meine Hausaufgaben für die Uni erledigt oder bin einfach nur meinen Gedanken nachgehangen.
Kommen wir aber zum Angebot. Natürlich gibt es alle üblichen Kaffeesorten (Cappuccino, Mocha , Espresso, Latte Macchiato etc.), ein paar Fruchtsäfte (Orangen-, Grapefruit- oder Gemüsesaft), an Snacks für Vegetarier eine hübsche kleine Auswahl an Kuchen (z.b. den Strawberry Short Cake) oder ein Cheddar-Käsetoast-Sandwich und für den veganen Kaffeeliebhaber einen absolut vorzüglichen Ice Latte mit Sojamilch. Ich weiß nicht was die in den Kaffee tun, aber ich bin definitiv hochgradig süchtig nach dem Zeug! Natürlich kann man seinen Eiskaffee auch pur genießen wenn man auf schwarzen Kaffe steht. Zum Süßen wird in Japan meist eine Art Syrup verwendet, der wie Kaffeesahne in kleine runde Plastikbehälter gefüllt ist und den man sich am Counter selbst mitnehmen kann.
Alle Kaffeesorten, die hier mit Milch angeboten werden, sind auf der Karte auch als Sojamilchvariante gelistet oder können auf Wunsch vegan zubereitet werden. Neu im Sortiment sind ein Brown Sugar- und ein Macha-Latte, letzteren gibt es auch als Eiskaffe-Version und ich kann es kaum erwarten diesen auszutesten! Jeder Kaffee kostet c.a. 200 - 300 Yen, was ein guter Preis ist, wie ich finde, jedenfalls billiger als Starbucks!
Auf der Homepage kann man sich mit der Allergikertabelle selbst über die Inhaltsstoffe der einzelnen Getränke und Speisen informieren, was definitiv eine gute Sache ist und lästiges Nachfragen erspart.

Öffnungszeiten: von Filiale zu Filiale unterschiedlich. Schaut auf der Homepage nach!

Homepage: http://www.doutor.co.jp/dcs

Dotour -ドトール
Asahi Shinjuku Biru 1F
Nishi-Shinjuku 1-13-8
Shinjuku-ku


Tel: 03-33-45-9668

DONA - ドナ

Aufgrund fehlender vegetarischer Alternativen japanischen Essens (es wird beim Kochen fast immer Dashi bzw. andere Fischprodukte verwendet) sind Vegetarier/Veganer in Japan, besonders beim Speisen außerhalb der eigenen vier Wände, oft auf Youshoku (europäisches bzw. westliches Essen) angewiesen.
Neben den typischen Fastfoodketten wie McMurder und Co sind Pastarestaurants (Spaghetti-ya) inzwischen die verbreiteteste und sicher auch beliebteste Form westlicher Esskultur in Japan, was sicher nicht zuletzt auch mit der Vorliebe der Japaner für Nudelgerichte wie Ramen und Soba zusammenhängt. So wurden viele Spaghettige- richte „japanisiert“, z.b. durch das Hinzufügen von Nori oder Sojasoße und so manch Japaner isst seine Spaghetti auch schon mal mit Stäbchen, was uns Europäer etwas verwundert den Kopf schütteln lässt. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass andere Gerichte der italienischen Küche noch eher selten auf den Speisekarten zu finden sind. Die bei uns so beliebte Pizza z.b., in Deutschland und den USA inzwischen Junk Food Nr.1, ist in Japan immer noch ein bisschen etwas besonderes und vergleichsweise oft ziemlich teuer. Trotzdem werden in vielen italienischen Restaurants zunehmend auch andere Speisen angeboten, wie Risotto, Penne oder Lasagne und hin und wieder ist auch die ein oder andere Pizza zu finden, von der meist mindestens eine vegetarische Variation dabei ist. Da Pastarestaurants in Toyko inzwischen an fast jeder Ecke zu finden sind und daher besonders für Kurzzeitbesucher oft der Retter in der Not auf der Suche nach etwas Vertrautem und Essbarem sind, möchte ich Euch hier eine Reihe davon vorstellen.

Mit Abstand mein persönlicher Favorit ist die Restaurantkette DONA, die 27 Filialen in ganz Tokyo unterhält. Was mir immer wieder positiv an DONA auffällt ist, dass hier nicht mit Gemüse und anderen Zutaten gespart wird und man wie in manch anderem Restaurant seine Gemüsestückchen buchstäblich in der Soße suchen muss. Außerdem sind die Portionen hier nicht so winzig wie oft in Japan üblich. Für moderate 700 Yen bekommt man einen recht großen Teller und wenn man wirklich einen Riesenhunger und Sorge haben sollte davon nicht satt zu werden, kann man für 100 Yen Zuschlag eine Oomori (extragroße Portion) ordern, die garantiert jeden noch so großen Hunger still.
Natürlich gibt es hier die üblichen Peperonchino auf der Karte. Die restlichen Spaghettigerichte enthalten zumeist Speck, Schinken oder Fisch. Das Menü ist auf japanisch und zwar mit reichlich sehr apetitanregenden Bildern versehen, jedoch täuschen manche Fotos und Beschreibungen über den Inhalt nichtvegetarischer Inhaltsstoffe hinweg. Fragt in jedem Fall bei Eurer Bestellung genau nach. Das sollte Euch jedoch nicht abhalten hier zu essen und einfach eine vegetarische Variante zu verlangen. Bei DONA ist das kein Problem und ich habe hier noch nie böse Überraschungen erlebt.
Wärmstens empfehlen kann ich Euch die Spaghetti mit Yasai-batake- Tomatensoße. Sagt einfach, dass Ihr Eure Pasta „beekon nashi de“ (ohne Speck) haben wollt und Ihr bekommt wirklich superbe Spaghetti mit köstlicher Tomatensoße, ganzen Brokkoli, Auberginescheiben und verschiedenen Pilzen serviert. Frischen Parmesankäse und Tobasco könnt Ihr Euch selbst nehmen so viel Ihr wollt, ich habe mir immer meine eigene vegane Parmesanalternative von zu Hause mitgenommen.
Die Yasai-batake-Spaghetti konnte ich ohne Probleme mehrmals die Woche essen, ohne, dass ich sie je leid geworden bin. Vielmehr vermisse ich die Pasta bei DONA in Deutschland zuweilen sogar, denn so lecker wie dort bekomme ich sie zu Hause selbst einfach nicht hin!
Ich schreibe Euch hier einfach mal die Adresse von einer der Shinjuku-Filialen auf, sie ist vom Ostausgang der Shinjuku-Sation in nur 3 Minuten zu Fuss zu erreichen. Die Adressen der anderen Filialen findet Ihr auf japanisch auf DONAs Homepage.

Öffnungszeiten: je nach Filiale unterschiedlich. Schaut am besten auf der Homepage nach.

Homepage: http://www.towafood-net.co.jp/spaghettiya/index.htm

DONA - ドナ
Touwa Biru 1F
3-21-3 Shinjuku
Shinjuku-ku
Tel: 03-3352-4176

23.02.08

Vie de France

Könnt Ihr Euch noch an die ersten Bäckereien erinnern, die in den 90er Jahren anfingen in ihrem Laden Kaffee anzubieten und ihre Backstuben mit Stühlen und kleinen Tischen auszustatteten, so dass man sein Frühstück oder Snack auch gemütlich im Sitzen einnehmen konnte?
In Japan war das erste Bäckereiunternehmen, das in seine Geschäfte kleine Cafes integrierte Vie de France. Bei diesem Betrieb handelt es sich eigentlich um ein Backunternehmen aus den USA, das in den 70er Jahren auf die Idee gekommen war die einheimischen Bevölkerung mit mehr oder weniger authentischer europäischer Qualitätsbackware zu versorgen. 1991 wurde die Firma schließlich von Yamazaki angekauft, einer der größten Großbäckereien Japans mit über 22 Fabriken im Land. Aus Vie de France wurde Vie de France Yamazaki Inc., man behielt jedoch den Namen Vie de France bei, da der japanische Name nicht so ganz zu dem französischen Konzept passte. Heute sind die Vie de France Bäckerei-Cafes über ganz Japan verteilt, aktuell 180 an der Zahl, davon fast 50 allein im Raum Tokyo.
In Shinjuku gibt es gleich mehrere Läden der Kette, eines davon recht günstig gelegen, im zweiten Kellergeschosses des Lumine 1, einem Kaufhaus, das sich direkt am bzw. im Shinjuku-Bahnhof befindet.
Neben französischem Backsortiment wie Crossaints und weißem Brot, werden hier natürlich auch das übliche Melonpan, Currypan usw. verkauft. Was wäre eine Bäckerei in Japan ohne sie?
Vegetarisches Gebäck gibt es hier eine ganze Menge, z.b. Kuchen und andere kleine Snacks. Achtet aber ein wenig auf die Inhaltsstoffe, denn in Japan versieht man das Innere von unschuldig aussehndem Gebäck auch gerne mit totem Tier, wie Würstchen oder Speck.
Für sich vegan ernährende Menschen sieht es wie immer in japanischen Bäckereien eher düster aus. Wenn Ihr Glück habt, könnt Ihr vielleicht einen Blueberry Bagel oder ein Baguette ergattern. Aber das Gute an Vie de France und auch der Grund warum ich überhaupt über diese Ladenkette berichte, ist, dass Ihr Euch hier auch einen guten Kaffee mit Sojamilch zubereiten lassen könnt, z.b. einen heißen oder kalten Soja-Latte Macchiato. Der Himmel auf Erden sind allerdings die Sojamilchshakes, die es hier gibt. Obwohl der Kiwi-Shake schon fast einen Oscar verdient hätte, schlägt der Kurogoma-Shake diesen geschmacklich noch um Längen und macht wirklich süchtig! Beide sind in ihrer Konsistenz unglaublich cremig und da gekühlt dabei trotzdem sehr erfrischend. Ein super Sommergetränk und für 350 Yen auch nicht übertrieben teuer.
Ich habe gelesen, dass es bei Vie de France jetzt auch einen Kuroguma-Bananen-Sojashake geben soll. Ob dieser allerdings die anderen Geschmacksorten abgelöst hat und das Angebot von Season zu Season wechselt, konnte ich leider noch nicht herausfinden, da auf der offiziellen Homepage keine Getränkekarte zu finden ist. Falls Ihr aktuelle Infos habt, lasst es mich bitte wissen!
Öffnungszeiten: Täglich von 8.00 – 22.00 Uhr. Die meisten anderen Filialen von Vie de France haben von 7.00 – 21.00 Uhr geöffnet und einige wenige haben Sonntags und an Feiertagen geschlossen.

Homepage: http://www.viedefrance.co.jp/

Vie de France
Lumine 1 B2F
1-1-5 Shinjuku
Shinjuku-ku

22.02.08

Chaya

Shinjuku wird oft nicht nur das „Herz Tokyos“ genannt, der Shinjuku-Bahnhof weist zudem auch das höchste Passagieraufkommen der Welt auf und ist dementsprechend großflächig. Kein Tourist wird an einer Stepvisite in Shinjuku vorbeikommen, aber während es für den (all)gemeinen Omnivore in diesem Amüsierdistrikt nur so von Restaurants, Yakitori-Läden und Fressbuden wimmelt, fragt sich der hoffnungslos in riesigen Hochhausschluchten, Neonschildergewirr und immensen Menschenmassen verlorene vegane/vegetarische Besucher: „Wo um alles in der Welt bekomme ich hier etwas vernünftiges zu essen?“.
Wenn Ihr ruhig etwas mehr für ein Essen auszugeben bereit seid oder in Begleitung und einfach einmal „schön“ essen gehen wollt, ist das Chaya im Zetrum Shinjukus sicher keine schlechte Wahl.
Das Chaya ist ein makrobiotisches Restaurant in französischem Stil, in dem gesunde Ernährung groß geschrieben wird. Gemäß der Lehre der Makrobiotik wird hier ausschließlich mit Bio-Gemüse gekocht und auf die Verwendung von Fleisch, Milchprodukten, Ei, sowie weißen Zucker verzichtet, jedoch sind einige Fischgerichte auf der Speisekarte zu finden. Nichtsdestotrotz gibt es hier keine geringe Auswahl an vegetarischem und veganem Essen. Zu finden sind im Angebot viel Gemüse, Reis, Salat, Sojaprodukte, aber auch Nudel- und Currygerichte. Außerdem gibt es verschiedene vegane Desserts.
Ich habe hier einmal ein Menü gegessen, das aus einer Art Gemüse-Hacksteack und verschiedenen Beilagen bestand. Leider war dieses Gericht nicht so ganz nach meinem Geschmack. Das „Hacksteak“ war sehr weich in seiner Konsistenz und die Beilagen schmeckten zwar ziemlich frisch und leicht, aber waren nicht sehr außergewöhnlich zubereitet. Kein schlechtes Essen und sicherlich sehr gesund, aber für den Preis hatte ich einfach ein bisschen mehr erwartet. Das Chaya ist nämlich eher ein et- was „schickeres“ Restaurant. Deshalb muss man für das Lunch-Set schon so um die 2000-3000 Yen einrechnen und ein gutes Dinner kann auch mal bis zu 5000 Yen kosten.
Folglich ist das Lokal eher für besondere Anlässe geeignet oder um sich zum Essen einladen zu lassen.
Wenn Ihr nicht viel Geld in der Tasche habt und trotzdem einmal alleine hingehen möchtet um das Angebot zu probieren oder nur eine Kleinigkeit zu Euch nehmen wollt, empfehle ich Euch folgendes:
Bestellt das Fake-Rindfleisch von der Vorspeisenkarte. Das ist wirklich köstlich und gibt es bereits für 500 Yen. Es wird zusammen mit einer leckeren Tomatensoße zum Tunken gereicht und ist ohne Übertreibung mit das beste Fake-Meat, das ich je gegessen habe.
Falls Euch danach noch nach einem Nachtisch ist, könnt Ihr aus einer Auswahl an unterschiedlichen veganen Kuchen wählen. Der Strawberry-Shortcake ist sehr gut, wenn auch leider etwas klein für 500 Yen. Mit dieser Auswahl bekommt Ihr für knapp 1000 Yen eine schmackhafte Kostprobe, Euer Magen ist erst einmal gefüllt und Eure Geschmacksnerven auch befriedigt.
Reservieren ist je nach Zeitpunkt empfohlen, da es besonders an Feiertagen und Wochenenden schon einmal zu etwas Wartezeit kommen kann und Ihr solange auf den bereitgestellten Stühlen draußen Platz nehmen müsst, bis ein Tisch frei wird.
Innen ist das Chaya hell, lichtdurchflutet und farblich in schlichtem schwarz-weiss gehalten. Für die Langeweile liegen jede Menge makrobiotischer und vegetarischer Kochbücher bereit oder Ihr könnt Euch die Produkte ansehen, die auch im Shop verkauft werden und auf einem Tisch ausgestellt sind.
Neben dem Restaurant unterhält das Chaya auch noch einen vergleichsweise günstigeren Take Out-Stand namens M-Deli im Untergeschoss des Isetan, sowie ein Cafe und Deli in Yurakucho und zwei Cafes und Shops in der Präfektur Kanagawa (eines davon in Yokohama), da dort ihr Hauptsitz liegt.
Vom Ostausgang der Shinjuku JR-Station ist das Chaya relativ einfach zu finden. Kommt Ihr über die Treppen nach oben draußen, liegt das große ALTA-Kaufhaus mit dem nicht zu übersehenden, flimmernden Bildschirm genau vor Euch. Geht Ihr nun über die Ampel und steht direkt vor dem Eingang des ALTA, geht Ihr nach rechts, einfach immer die große Hauptstrasse geradeaus entlang, bis Ihr nach c.a. 5 Minuten auf der rechten Seite das Isetan-Kaufhaus seht. Dann den Aufzug in den siebten Stock nehmen und nach dem Eingang suchen.

Öffnungszeiten: Täglich 11.00 – 22.00 Uhr.

Homepage: http://www.chayam.jp/restaurant/shinjuku.html

Chaya
Isetan Honkan 7F
3-14-1 Shinjuku
Shinjuku-ku
Tel: 03-3357-0014

21.02.08

Healthy Kan - ヘルシー舘

Nachdem ich gehört hatte, dass es in Ichigaya, wo ich mich je- den Tag aufhielt, ein vegetarisch-freundliches Bio-Restaurant geben sollte, war für mich klar, dass dies sofort ausgetestet werden musste. Tatsächlich war das Healthy Kan nur einen Katzensprung von meiner Uni entfernt und so machte ich mich eines Tages nach dem Unterricht, wie immer völlig ausgehungert, auf den Weg dorthin.
Entsprechend meines Hungers war ich voller Vorfreude auf ein leckeres Essen und nachdem ich in dem kleinen Lokal Platz genommen hatte und die Bedienung nach einer veganen Option fragte, bekam ich das Lunch-Set empfohlen, das sich mit c.a. 1000 Yen in der gewöhnlichen Preisklasse bewegte und an dem Tag ausgerechnet aus einem Curry bestand. Versteht mich nicht falsch, ich bin ein riesiger Curry-Fan. Aber ein veganes Curry zu bekommen gehört zu den leichtesten Aufgaben eines sich Tierprodukts-frei ernährenden Menschen in Tokyo und dem- entsprechend „versorgt“ ist man demzufolge meist mit diesem Essen, besonders weil es in Japans Hauptstadt Massen an guten indischen Restaurants gibt, die einem zum Teil wirklich fantastisches Curry bieten.
Alternativen schien es jedoch nicht wirklich zu geben, zumindest nicht für meinen schmalen Studentengeldbeutel und da das Healthy Kan kein rein vegetarisches Restaurant ist, bestand knapp die Hälfte des Angebots aus Fleisch- und Fischspeisen und in manchen Gerichten ist Dashi enthalten.
Eigentlich wird in diesem Lokal zum überwiegenden Teil japanisches Essen geboten und obwohl enttäuscht, dass mir wieder einmal die Chance auf ein Fleisch- und Fisch-freies Washoku verwehrt blieb, entschied ich mich den Lunch zu probieren.
Wie der Name des Restaurants bereits verrät, legt das Healthy Kan viel Wert auf gesundes Essen, frei von Chemikalien und Zusatzstoffen und so war es auch kein Wunder, dass das Curry sehr leicht und natürlich schmeckte, weitgehend fettarm war, aber ansonsten keine großen Überraschungen für mich bereit hielt.
Nach dem Essen hatte ich auf jeden Fall das Gefühl meinem Körper etwas Gutes getan zu haben, dafür hielt die Sättigung nicht besonders lange an.
Das Restaurant hat alles in allem, besonders wegen der kargen Menüauswahl, beileibe keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, wenn ich aber einmal wieder in Ichigaya sein sollte, werde ich das Healthy Kan sicher noch einmal aufsuchen um mich eventuell vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Vielleicht habe ich beim nächsten mal ja mehr Glück beim Lunch-Angebot.
Kommt Ihr aus dem Hauptausgang der Ichigaya-Station, überquert Ihr nicht die große Kreuzung, sondern geht direkt nach rechts, den Hügel hoch immer geradeaus, bis Ihr nach ein paar Minuten auf der rechten Seite das Asahi Rokubacho Mansion Gebäude seht. Der Name steht in Kanji angeschrieben. Wenn Ihr kein japanisch lesen könnt, fragt am besten jemanden nach dem Gebäude. Nehmt die Treppe in den zweiten Stock und ihr seht den Eingang mit einem Schild draußen vor Euch.

Öffnungszeiten: Täglich von 11.30 – 14.30 und von 16.30 – 21.00 Uhr, Sonntags geschlossen

ヘルシー舘 - Healthy Kan
Asahi Rokubacho Mansion 2F
6-4 Bancho
Chiyoda-ku

Tel: 03-3263-4023

20.02.08

Khana

Das Khana liegt mitten in der Haupteinkaufspassage PAL in Kouenji, keine 3 Mi- nuten vom Südausgang des Bahnhofs entfernt. Es wird gute indische und nepalesische Küche serviert und das zu wirklich unschlagbar günstigen Preisen. Das Lunch-Set, das von Mittags bis um 4 Uhr Nachmittags zu haben ist, kostet lediglich 735 Yen und besteht aus einem Curry der eigenen Wahl, einem Nan, einem kleinen Salat und einem Lassi.
Vegetarisch sind hier das Vegetable- und das Mushroom Curry. Für die vegane Variante, lasst den Lassi einfach weg (für den Durst bekommt Ihr, wie überall in Japan üblich, ohnehin ein Glas Wasser gereicht) und sagt dem Personal deutlich, dass Ihr das Curry ohne Sahne und tierische Fette und das Nan ohne Butter und Eier zubereitet haben möchtet. Ich habe hier diesbezüglich nur gute Erfahrungen gemacht und das Khana ist bisher das einzige indische Restaurant in Tokyo, in dem ich veganes Nan bekommen konnte, da in den meisten anderen Fällen der Teig schon fertig vorbereitet ist und nur noch gebacken wird. Während in Deutschland beim Inder gewöhnlich Basmati-Reis zum Curry gereicht wird, ist in indischen Restaurants in Japan Nan oft die Standard-Beilage und Reis meist nur als optional zu haben. Und das Nan im Khana macht seinem Namen wirklich alle Ehre! Wunderbar weich und herrlich in seiner Konsistenz lässt es einen manchmal fast das Curry vergessen. Das Curry wiederum ist äußerst mild und wahrscheinlich genau das richtige für einen europäischen oder japanischen Magen. Und obwohl ich richtig scharfes Essen liebe, mag ich das Curry im Khana sehr und kann es ohne Probleme mehrmals die Woche essen ohne es auch nur im Ansatz leid zu werden. Ich spreche aus Erfahrung, denn in Kouenji sind Lokale, in denen man vegetarisch/veganes Essen bekommt, äußerst dünn gesät.
Falls Ihr nur einen kleinen Snack bevorzugt, seid Ihr hier auch richtig, denn es gibt es noch Samosa auf der Karte, die auch nicht zu verachten sind.
Das Khana befindet sich über einem kleinen Geschäft, in dem indische Kleidung und Accessoires im Ethno-Stil verkauft werden. Der Eingang zum Restaurant, zu dem eine schmale Treppe nach oben führt, ist jedoch leicht zu finden, da über ihm ein großes Schild prangt und auch eine Werbemenütafel mit Bildern draußen darauf hinweist.
Öffnungszeiten: Täglich von 11-23 Uhr.
Khana
Kouenji Minami 3-58-25
Suginami-ku

Tel: 03-5306-1626

Bagel & Bagel

Bagel sind eine der wenigen veganen Gebäcksorten, die in Ja- pan zu bekommen sind. In Tokyo ist es oftmals leichter Bagel zu finden, als Brot ohne Milchprodukte aufzutreiben. Im Zuge der Amerikanisierung schossen nicht nur US-, sowie einheimische Fastfoodketten wie Pilze aus dem Boden, sondern auch Cafes, die sich auf nordamerikanisches Gebäck, wie Donuts spezialisiert haben (Eigentlich ist der Bagel ursprünglich in Europa entstanden und über die jüdische Bevölkerung in die USA gelangt, aber das scheint dort, wie auch im fernen Osten niemanden mehr zu interessieren). Bagel sind in Japan definitiv auf dem Erfolgskurs und schon um einiges verbreiteter als in Deutschland.
So freute ich mich, als ich vor einem Kinobesuch im Roppongi Hills in dem riesigen Gebäudekomplex ganz unverhofft ein Cafe fand, das ausschließlich dieses runde Hefegebäck mit dem Loch in der Mitte in allen erdenklichen Varianten anbietet. Ob ganz simple als plain, in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen oder wie oft in den USA als Sandwich mit Frischkäse innen gereicht, hier wird der Bagelliebhaber garantiert fündig. Außerdem werden noch Getränke wie Softdrinks, Säfte und Bio-Kaffee angeboten.
Innen ist das Cafe klein, aber gemütlich und draußen sind reichlich Sitzgelegenheiten vorhanden, so dass man auch dort essen und trinken und dabei das rege Treiben im Gebäude beobachten kann. Aber der Clue an der ganzen Sache war, dass Bagel & Bagel seinerzeit gerade einen veganen Tofuburger im Programm hatte, bestehend aus zwei gerösteten Bagelscheiben, Tofu mit Misososse, Sesam, Renkon, Karotten und Salat. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe es nicht bereut. Der Burger war wirklich sehr lecker und mal etwas anderes als die typischen Veggie-Burger, die man so kennt. Leider sind diese speziellen Sandwiches immer nur Seasonangebote und das Angebot wechselt alle paar Monate. Ein Blick auf die Karte von Bagel & Bagel's Homepage hat mir verraten, dass dort gerade nur ein Fischsandwich als Special zu haben ist, aber es lohnt sich vielleicht immer mal wieder zu schauen. Also, falls ihr vielleicht eh im Roppongi Hills-Komplex unterwegs seid und euch der kleine Hunger zwischendurch packt, fahrt einfach mit der Rolltreppe in das unterste Geschoss und schnappt euch einen Bagel!
Bagel & Bagel hat übrigens noch Filialen in Shibuya, Ikebukuro, Ebisu, Hiroo und Kanda Jimbucho.
Die genauen Adressen findet ihr auf japanisch auf ihrer Webseite.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8-21 Uhr, Samstags 9-20 Uhr, Sonntags/Feiertags 9-19 Uhr.

Homepage: http://c11qv3fy.securesites.net/bb

Bagel & Bagel
Torasuti Biru 1F & B1F
Roppongi 7-3-13

Tel: 03-577-6330

19.02.08

Café Noble

Selbst in Japans Hauptstadt ist es nicht immer einfach auf Anhieb ein Café oder einen Coffeeshop zu finden, in dem der vegan lebende oder einfach Sojamilch bevorzugende Mensch seine Kaffeesucht befriedigen kann, besonders wenn man versucht Starbucks und Co zu vermeiden. Deshalb möchte ich Euch hier auch eine Reihe von Cafes vorstellen, in denen man auf Wunsch seinen Kaffee auch mit Sojamilch genießen kann.
Als erstes ist das Café Noble in Kouenji an der Reihe, ein gemütlicher, kleiner Laden, der hinsichtlich seiner äußeren Erscheinung und Inneneinrichtung den Touch eines französischen Straßencafes aufweist (obgleich aufgrund der engen Straßen in Kouenji leider keine Sitzgelegenheiten draußen vorhanden sind).
Solche Cafes sind im heutigen Tokyo nicht mehr oft zu finden, wurden sie doch zum Grossteil von den vielen großen Coffeeshopketten vertrieben, die das Land überfluteten.
Im Café Noble ist neben dem üblichen Kuchen-, Torten- und Eissortiment auch Kaffee mit Sojamilch zu haben. Allerdings wird hier die Natursojamilch verwendet, die sicherlich nicht Jedermanns Sache ist. Es gibt auch einen Sojamilchtee auf der Karte und wenn man eher traditionellen japanischen Grüntee bevorzugt, passen dazu die sehr leckeren und zum Teil veganen Wagashi, die ich hier einmal genießen durfte. Außerdem hat sich das Cafe mit dem charakteristischen Hundelogo auf frisches Obst spezialisiert.
Sicherlich kein Ort, der extra aufgesucht werden muss, aber wenn man sich ohnehin gerade in Kouenji aufhält, kann man hier wunderbar entspannen und sich eine Auszeit nehmen, zumal Café Noble direkt in der Haupteinkaufsstrasse zu finden ist. Ausgehend vom Südausgang der Kouenji-Station der JR-Chuo-Linie, geht ihr einfach die überdachte Pal-Einkaufsstrasse entlang, danach geradeaus weiter und Ihr kommt auf die Look-Einkaufsstrasse. Das Cafe befindet sich auf der rechten Seite und ist mit seiner auffälligen, leuchtend gelben Außenbemalung gar nicht zu übersehen.
Falls Ihr von der anderen Seite der Look-Einkaufsstrasse kommt, z.b. von der Shin-Kouenji U-Bahnstation der Marenouchi-Linie, seht Ihr es nach 5 Minuten geradeaus auf der linken Seite vor Euch.

Öffnungszeiten: Täglich 10-23 Uhr, Donnerstags geschlossen.

Homepage: http://www.geocities.co.jp/Foodpia-Olive/3546

Café Noble
Kouenji Minami 3-36-15
Suginami-ku

Tel: 03-3313-8738