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02.03.08

I.V. – I-Veggie

Ende 2004 brachte Kanebo, einer der größten und weltweit bekanntesten Kosmetikhersteller Japans und in den letzten Jahren auch verstärkt in der Lebensmittelbranche aktiv, eine gänzlich auf Sojamilch basierende Eiscreme auf den Markt. Diese Eiscreme mit dem Namen I-Veggie, kurz I.V. genannt, ist somit nicht nur vegan, sondern auch zu 100% cholesterinfrei. Es kostete das Team der Firma fast 4 Jahre den speziellen Herstellungsprozess, bei dem keine Emulgatoren und Stabilisatoren zum Einsatz kommen, auszuarbeiten. Herausgekommen ist dabei eine Eiscreme, die geschmacklich so ziemlich alles in den Schatten stellt, was ich bis jetzt an Sojaeis probieren durfte. Kein Wunder, will man es doch laut eigener Aussage mit Japans Marktführer der Qualitätseiscreme, Haagen-Dazs, der bereits 80 Prozent Marktanteil sein Eigen nennt, aufnehmen. Nun, Qualitätseiscreme hat bekanntlich ihren Preis. So muss man dann genau 263 Yen aus seiner Geldbörse befördern um eine 120 ml Dose zu bekommen. Trotzdem kann ich Euch versichern, dass jede der Sorten ihr Geld wert ist. Der Suchtfaktor ist immens. Als erstes beglückte Kanebo uns mit den Geschmackssorten Kurogoma (schwarzer Sesam), Rum Feige, Ahorn Vanille und Erdbeere. Da ich dem Kurogoma-Geschmack in so ziemlich jeder Hinsicht verfallen bin, muss diese Sorte mein Favorit bleiben, dicht gefolgt von Rum Feige und auch die anderen beiden Geschmacksrichtungen sind nicht minder reichhaltig im Geschmack. Etwa ein halbes Jahr später setzte Kanebo nach und man durfte über die Kreation Champagner Rose staunen, wahrlich eine Eiscreme für den speziellen Moment. Dem war aber noch nicht genug, denn inzwischen sind auch noch die Sorten Kakao Mandel, Saure Beere, Mango Banane und Pfirsich Malve zu haben. Während man Sojaeiscreme bisher fast ausschließlich in Health Food Stores bekam, ist I-Veggie in mehreren großen Supermarktketten wie Queen’s Isetan, und Seibu und sogar in Filialen der Conbini-Kette Sankusu zu bekommen. Eine genaue Auflistung mit allen Geschäften, die I-Veggie Eiscreme führen, findet Ihr auf I-Veggies Homepage.

Homepage: http://www.i-veggie.com/

28.02.08

Dango - 団子

Dango ist eigentlich einfach nur das japanische Wort für Kloß bzw. für Klöße. Damit können alle möglichen Klöße gemeint sein. Am verbreitetsten unter ihnen ist jedoch eine Form von Wagashi (traditionelle japanische Süßigkeiten), die aus weichen Mochi (runde Klebreisbällchen) besteht und unterschiedlich zubereitet wird. Sie werden oft auf einem langen Holz- oder Bambusspieß aufgespießt verkauft und gegessen.
Klassische Wagashi sind in vielen Fällen vegan. In den meisten Stadtteilen Tokyos gibt es kleine Wagashi-Läden, in denen die Süßigkeiten traditionell von Hand hergestellt werden und daher manchmal recht teuer sind. Ich empfehle Euch aber in jedem Fall Wagashi einmal zu probieren wenn Ihr in Japan seid. Am besten schmecken sie natürlich zu einer Tasse grünem Tee, da sie sehr süß sind und so den etwas bitteren Geschmack des Tees ausgleichen. Deshalb stammen Wagashi ursprünglich auch aus der Sadou (Teezeremonie), in der sie auch heute noch oft zum Tee genossen werden. Sind Euch die Wagashi in den traditionellen Geschäften zu kostspielig, könnt Ihr manche Formen auch abgepackt in japanischen Supermärkten und sogar Conbinis finden. Ziemlich beliebt und auch mein persönlicher Favorit sind z.b. Mitarashi-Dango, bei denen die Mochi zuerst geröstet und dann mit einer süßen, klebrigen, aus Shouyu, Zucker und Stärke bestehenden Soße bestrichen werden. Sie kommen ursprünglich aus Kyoto und werden auch oft auf Festivals verkauft. Ihr erkennt sie leicht an ihrem Glanz und der goldbraunen Farbe. Manchmal wird bei der Herstellung etwas Ei beigemischt. Wenn Ihr vegan seid, müsst Ihr also eventuell ein bisschen suchen und Inhaltslisten vergleichen.
Meine bisher köstlichsten Mitarashi-Dango habe ich in Kamakura (einer historischen Stadt ungefähr eine Stunde mit dem Zug von Tokyo entfernt und beliebtes Ausflugsziel für Einheimische sowie Touristen gleichermaßen) auf einer Straße gegessen, in der sich viele kleine traditionelle Läden befanden, die draußen ganz frische und teilweise noch warme Wagashi und Senbei verkauften. Der Geschmack war wirklich überragend und nichts im Vergleich zu den Mitarashi-Dango, die man im Supermarkt bekommt. Wenn Ihr einmal nach Kamakura kommen solltet, lasst Euch diese Gaumenfreude auf keinen Fall entgehen.