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27.02.08

Nataraj

Für all Diejenigen, die indisches Essen mögen und denen die obligatorische Fragestunde nach den Inhaltsstoffen in Onmivore-Restaurants auf die Nerven geht, habe ich eine gute Nachricht. Es gibt in Tokyo eine rein vegetarische indische Restaurantkette namens Nataraj, die in Ogikubo, Ginza, und Aoyama vertreten ist.
Im Nataraj, dessen Betreiber Ihre Gerichte auch selbst als „Kunst“ bezeichnen, wird ausschließlich mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Soja, Käse und original aus Indien importierten Gewürzen gekocht.
Allein 10 verschiedene vegetarische Curries locken zum Verzehr, unter anderem ein Shiitake-Tofu-Curry, ein Linsen-Spinat Curry oder ein Curry mit Sojachunks. Letzteres, das vegane Nataraj-Curry, habe ich einmal in der Filiale in Ogikubo gegessen. Das Curry war außerordentlich scharf, aber sehr gut. Auf der Speisekarte ist der jeweilige Schärfegrad bei den Gerichten mit angegeben, so dass Personen, denen sich allein schon beim Wort „Curry“ der Magen zusammenzieht, auf etwas Milderes ausweichen können, z.b. auf ein Kürbis-Curry, ein Tandoori oder eine Tomaten-Kokos-Suppe.
Erwähnenswert ist vielleicht auch, dass im Nataraj auf eine gesunde und ausgewogene Speiseauswahl geachtet wird. So wird neben Nan und normalem Reis auch Genmai (brauner Reis) angeboten, was für ein indisches Restaurant eher ungewöhnlich ist.
Ein normales Essen im Nataraj ist gewöhnlich etwas teurer (Nan bzw. Reis muss hier extra geordert werden) als in den nicht explizit vegetarisch indischen Restaurants in Tokyo. Für Jemanden, der Geld sparen möchte, empfehle ich daher zur Lunch-Zeit (täglich bis 14.30 Uhr außer an Samstagen, Sonn- und Feiertagen) hinzugehen und sich am Buffet oder an einem Lunch-Set zu erfreuen. Beides ist schon für c.a. 1000 Yen zu bekommen und folglich verhältnismäßig preisgünstig.
Das Nataraj in Ogikubo ist in nur 2 Minuten zu Fuß vom Bahnhof Ogikubo der JR-Chuo-Linie zu erreichen. Für die Adressen der anderen beiden Filialen, schaut bitte auf die Homepage, die erfreulicherweise eine Version komplett auf englisch besitzt.

Öffnungszeiten: täglich von 11.30 bis 23.00 Uhr.

Homepage: http://www.nataraj.co.jp/

Nataraj
Hukamura Sankyou Biru B1F
5-30-6 Ogikubo
Suginami-ku

Tel: 03-3398-5108

20.02.08

Khana

Das Khana liegt mitten in der Haupteinkaufspassage PAL in Kouenji, keine 3 Mi- nuten vom Südausgang des Bahnhofs entfernt. Es wird gute indische und nepalesische Küche serviert und das zu wirklich unschlagbar günstigen Preisen. Das Lunch-Set, das von Mittags bis um 4 Uhr Nachmittags zu haben ist, kostet lediglich 735 Yen und besteht aus einem Curry der eigenen Wahl, einem Nan, einem kleinen Salat und einem Lassi.
Vegetarisch sind hier das Vegetable- und das Mushroom Curry. Für die vegane Variante, lasst den Lassi einfach weg (für den Durst bekommt Ihr, wie überall in Japan üblich, ohnehin ein Glas Wasser gereicht) und sagt dem Personal deutlich, dass Ihr das Curry ohne Sahne und tierische Fette und das Nan ohne Butter und Eier zubereitet haben möchtet. Ich habe hier diesbezüglich nur gute Erfahrungen gemacht und das Khana ist bisher das einzige indische Restaurant in Tokyo, in dem ich veganes Nan bekommen konnte, da in den meisten anderen Fällen der Teig schon fertig vorbereitet ist und nur noch gebacken wird. Während in Deutschland beim Inder gewöhnlich Basmati-Reis zum Curry gereicht wird, ist in indischen Restaurants in Japan Nan oft die Standard-Beilage und Reis meist nur als optional zu haben. Und das Nan im Khana macht seinem Namen wirklich alle Ehre! Wunderbar weich und herrlich in seiner Konsistenz lässt es einen manchmal fast das Curry vergessen. Das Curry wiederum ist äußerst mild und wahrscheinlich genau das richtige für einen europäischen oder japanischen Magen. Und obwohl ich richtig scharfes Essen liebe, mag ich das Curry im Khana sehr und kann es ohne Probleme mehrmals die Woche essen ohne es auch nur im Ansatz leid zu werden. Ich spreche aus Erfahrung, denn in Kouenji sind Lokale, in denen man vegetarisch/veganes Essen bekommt, äußerst dünn gesät.
Falls Ihr nur einen kleinen Snack bevorzugt, seid Ihr hier auch richtig, denn es gibt es noch Samosa auf der Karte, die auch nicht zu verachten sind.
Das Khana befindet sich über einem kleinen Geschäft, in dem indische Kleidung und Accessoires im Ethno-Stil verkauft werden. Der Eingang zum Restaurant, zu dem eine schmale Treppe nach oben führt, ist jedoch leicht zu finden, da über ihm ein großes Schild prangt und auch eine Werbemenütafel mit Bildern draußen darauf hinweist.
Öffnungszeiten: Täglich von 11-23 Uhr.
Khana
Kouenji Minami 3-58-25
Suginami-ku

Tel: 03-5306-1626

Govinda's

Das Govinda’s ist ein nettes, kleines Krishna-Restau- rant in Nakano, das sich vorwiegend auf indisches Essen spezialisiert hat. Alle Speisen enthalten weder Fleisch, noch Fisch und verzichten zudem gänzlich auf den Einsatz von Knoblauch und Zwiebeln (letzteres ist wahrscheinlich nur für Hare Krishna Anhänger bzw. strenggläubige Buddhisten von Interesse oder für Leute, die nach ihrem Essen ein Date haben). Viele Gerichte sind vegan, ich meine mich zu erinnern auch so auf der Karte gekennzeichnet. Falls ich falsch liegen sollte, seit Ihr aber beim Personal des Govinda’s mit Fragen zu den Inhaltsstoffen garantiert gut aufgehoben.
Die Inneneinrichtung ist sehr hell und freundlich gestaltet und während man auf sein Essen wartet, kann man sich die Zeit mit der Lektüre von vegetarischen Kochbüchern vertreiben. Auf der Menükarte finden sich neben dem obligatorischem Curry (Gemüse, Spinat oder Dal) und Samosa unter anderem auch verschiedene Sandwiches, Salate und selbstgebackenes Brot.
Ich hatte einmal ihr Dinner-Set, über das ich nicht meckern konnte. Leicht, bekömmlich, schmackhaft und der Preis war auch in Ordnung. Lediglich zum Curry essen würde ich vielleicht lieber in ein richtiges indisches Restaurant gehen, einfach weil ich persönlich es klassisch indisch am liebsten mag, mit viel Zwiebeln, Gewürzen und auch ruhig etwas fettig. Wer allerdings weniger „schwere“ Kost bevorzugt, für den ist das Curry im Govinda’s bestimmt eine gute Wahl.
Auch die Auswahl an ungewöhnlichen Teesorten ist erwähnenswert. „Raspberry Ginger“ und „Strawberry Kiwi“ sind nur zwei Beispiele, mit denen man seinem Teegenuss hier frönen kann, allerdings zu einem etwas höheren Preis.
Wirklich hervorheben möchte ich aber das sehr gute Angebot an Kuchen und Desserts. Ich durfte einmal den Berry Berry Tart dort genießen und der war absolut köstlich. Wie Ihr auf dem Foto auch sehen könnt, ein wahrer Beerenfrüchtetraum. Neben der Beerentorte ist auch der Tofu Cheese Cake vegan. Diesen habe ich leider noch nicht probiert, werde dies aber auf jeden Fall noch nachholen und Euch dann hier davon berichten.
Also auf nach Nakano wenn ihr auf Kuchenentzug seid! Vergesst Euch nur nicht die Karte auf Govinda’s Homepage auszudrucken, denn das Restaurant ist etwas schwer zu finden. Mit Karte ausgerüstet sollte Euer Ziel allerdings in knapp 10 Minuten Fußmarsch vom Nakano Nordausgang der JR-Linie ausgehend zu finden sein.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 12-15 und 18-21 Uhr, Samstags 12-21 Uhr, Sonntags 12-20 Uhr, Montags geschlossen.

Homepage: http://www.krishna.jp/govindas

Govinda’s
Nakano 5-17-10
Nakano-ku

Tel: 03-3387-8998